Die
Selbsthilfegruppe Hörbehinderte
Memmingen stellt sich vor
Nach einer Reha in Rendsburg
2002 hatte ich , Anneliese Mayer, den Wunsch in Memmingen und
Umgebung eine Selbsthilfegruppe für Hörbehinderte aufzubauen.
Im Februar 2004 trafen sich dann 14 Schwerhörige im Klinikum
Memmingen zum ersten Treffen. Fast alle sind bis heute noch
dabei.
Leider mussten wir den
Treffpunkt im Klinikum Memmingen wechseln, da die Akustik sehr
schlecht war. Herr Dr. Kratsch, Chefarzt der Heliosklinik in
Bad-Grönenbach, hat uns dann angeboten dort einen Raum sowie die
technischen Hilfen wie Kopfhörer und FM-Empfänger zu nutzen.
Seit April 2004 treffen wir uns nun jeden 2. Samstag im Monat in
Bad Grönenbach.
Wichtig ist uns der Erfahrungsaustausch sowie Informationen zum
Thema Schwerhörigkeit und Tinnitus weiter zu geben. Dabei helfen
uns immer wieder Referenten und natürlich auch unser Pate, Herr
Jochen Müller
Einen Behindertenausweis als Hörbehinderte zu beantragen war für
viele neu. Heute haben ihn fast alle .
Zum 01.04.2010 haben wir uns dem Landesverband Bayern der
Schwerhörigen und Ertaubten als Mitglied angeschlossen. Wir
waren uns einig, dass wir in der Zusammenarbeit mit dem LV, auch
in Memmingen und Umgebung, mehr erreichen können als im
Alleingang.
Eine sehr gute Veranstaltung hatten wir im Juni 2010 mit Herrn
Oliver Rien von der Heliosklinik. Er sprach über „Lebensfreude
trotz Hörschädigung“, denn trotz aller Einschränkungen gibt es
auch für uns hörgeschädigte Freuden.
Im November 2010 hatten wir dann einen sehr interessanten
Vortrag von einem Arzt, der uns über die verschiedenen
implantierbaren Hörsysteme informierte (Mittelohrimplantat, BAHA,
Ci).
Der Schrannenplatz und Elsbethenarcal in Memmingen waren viele
Monate eine Großbaustelle.
Die ehemalige Elsbethenschule und das Zeitungsgebäude wurden
abgerissen, das Landestheater umgebaut und mit einem Neubau
ergänzt. Gleich zu Beginn der Planungen für das Landestheater
haben wir als SHG beim zuständigen Architekten der Stadt den
Antrag gestellt eine Induktionsschleife einzubauen. Der
Architekt war sehr offen für dieses Projekt.
Wir haben uns mit diesem Anliegen aber immer wieder in
Erinnerung gebracht. Nach zweijähriger Bauzeit kam im Oktober
2010 ein Anruf von der Theaterleitung. Mitglieder der SHG der
Hörbehinderten Memmingen dürfen die Anlage testen.
Am 7.11.2010 war es dann soweit:
Vier Mitglieder der Gruppe besuchten das Stück „Aladin und die
Wunderlampe“. Wir baten die Theaterleitung um verschiedene
Sitzplätze, da wir auch unterschiedliches Hörvermögen haben.
Zwei Besucherrinnen hatten das Theaterstück richtig genossen.
Das auf der Bühne gesprochene war gut verständlich. Bei zwei
Teilnehmern war es eingeschränkt, beide saßen leider im hinteren
Drittel des Theaters. Hier sollte darauf geachtet werden, dass
hochgradig Schwerhörige im Theater vordere Plätze belegen. Aber
trotzdem war es für uns vier ein schöner Nachmittag.
Von der Theaterleitung haben wir dann erfahren, dass versucht
wird noch etwas nachzurüsten.
Anneliese Mayer
Vorsitzende der
SHG Hörbehinderte Memmingen


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